Triathlonverein Dresden e.V.

Triathleten sollten auch ab und zu mal über den Tellerrand schauen,...

...deshalb hatten wir in diesem Jahr zum VELOFONDO auf der Autorennstrecke in Oschersleben ein 4er-Team gemeldet. Dabei handelt es sich um ein 24h-Radrennen, welches man einzeln, als 2er, 4er oder 8er-Team machen kann. Am 8. September war es soweit, unser Team, bestehen aus den TV-Dresden Mitgliedern Bruno und mir, sowie meinem Bruder Wilfried (Potsdam) und Brunos Schwager Wieland (Magdeburg) standen am Start. Als Betreuer hatten wir Thomas aus Cottbus, der gern selbst gefahren wäre, aber ein zweites Team haben wir nicht komplett bekommen. Vor dem Start war mir etwas mulmig, 24 Stunden klingt verdammt lang… Um 14.00 Uhr nach einer neutralen Einführungsrunde ging es los. Die Rennstrecke ist 3,696 km lang, die Kurvenradien sind so, dass man ohne Bremsen durchfahren konnte. Wir hatten uns zu einem 30-minütigen Wechsel geeinigt, die meisten anderem Team wechselten stündlich. Zum Wechsel mußte man die Strecke verlassen und in die Boxengasse fahren, dort galt ein Speed-Limit. Der nächste Fahrer hatte dann in der Regel den Anschluß an die Gruppe verloren, mußte reintreten bis er wieder ran war oder auf eine schnelle Gruppe von hinten warten. Das hat aber nicht immer geklappt, zweimal mußte ich 30 min allein fahren, das war dann schon hart. Dafür ging es im Windschatten im Pulk schon wesentlich besser.

Ab 23.00 wechselten wir in den Nachtmodus. Das heisst, 2 Fahrer wechselten stündlich und die anderen beiden konnten ein paar Stunden schlafen. Das klappt soweit, wenn man sein Handy richtig programmiert und pünktlich zum Wechsel bereit steht. Bei mir klappte es nicht, um 3.30 Uhr sollte mein Handy klingeln, ich hatte aber übersehen, dass dort im Display „Wecken von Mo-Fr“ stand, das konnte am Sonntagmorgen nicht funktionieren…. Um 4.16 Uhr wurde ich wach und dachte: „Eigentlich müsstest Du jetzt auf dem Rad sitzen“. Mein Bruder war etwas sauer, er war schon 3 Zusatzrunden gefahren, aber es pegelte sich dann wieder ein. Zusätzlich hatte ich das Glück, von 6-7.00 Uhr, in den Sonnenaufgang hineinzufahren. Bei Tageslicht lief es dann immer besser, mit Akkulampe am Rad war es auf der ziemlich dunklen Strecke nicht so einfach.

Und siehe da, am Morgen lagen wir auf Platz 11 von 31 Männerteams, am Vortag waren wir immer auf 12-13. Unser Schlussfahrer Wieland fuhr dann in der allerletzten von 138 Runden noch auf Platz 10 vor, das war dann noch mal richtig spannend! 880 Kilometer hatten wir zusammen zurückgelegt und dabei auch viel Spaß gehabt.

Der Veranstalter, Maximalpuls aus Leipzig hatte die Sache sehr gut und umsichtig organisiert, zu meckern gab es wenig. Nur die Streckensprecher hatte Probleme mit unserem Teamnamen „Gruppetto MDDPCB“. „Da haben sich doch welche einen extra komplizierten Teamnamen ausgedacht“. Aber den Jungs konnte geholfen werden, MDDPCB ist kein Pflanzenschutzmittel und auch kein Doping-Präparat, es sind einfach die Kfz-Kennzeichen Magdeburg-Dresden-Potsdam-Cottbus – unsere Heimatorte.

Den Streckenverlauf der Rennstrecke in der Magdeburger Börde können wir jetzt aus dem Kopf aufmalen, das hat sich eingeprägt. Aber bestimmt kommen wir noch mal wieder, der verpatzte Wechsel am Sonntag früh muß noch mal revidiert werden und vielleicht wären wir bei stündlichem Wechsel noch weiter nach vorn gekommen…

Man kann auch mit dem MTB starten, die fuhren aber eine richtige Geländerunde, die sah auch nicht einfach aus. Auch eine Sonderwertung für E-Bikes gab es. Dafür gab es aber viel Kritik, das wird es im nächsten Jahr sicher nicht mehr geben.

Vielen Dank auch an Bike24, die uns mit sehr günstigen Radtrikots unterstützt haben.

Dieter Korth

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