Triathlonverein Dresden e.V.

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Saisonfinale am Ma(t)schsee

In Hannover ging letztes Wochenende die Saison der 2. Bundesliga Nord mit einem Paukenschlagfinale für uns Dresdner zu Ende. Anna berichtet von ihren Erlebnissen und Christian steuert seinen Rennbericht vom Männerrennen bei.

Die Triathlon-Saison ging jetzt doch schneller zu Ende als gedacht. Erst konnte ich sie mir kaum herbeisehnen, dann waren die ersten Bundesliga-Wettkämpfe gefühlt viel zu schnell da und jetzt ist es schon wieder vorbei. Das große Finale gab es am vergangenen Wochenende in Hannover.

Diesmal ging es schon am Freitag los, damit wir pünktlich Samstagmittag in den Maschsee springen konnten. Zum Glück war erst Mittag der Start, denn unsere Nacht war etwas schlaflos, aufgrund mehrerer Fehlalarme des Feuermelders (gegen 2 und kurz vor 4 Uhr). Das einzig Positive daran war, dass das Läuten mitten in der Nacht noch nicht der Wecker war und wir uns nach einem kurzen "Spaziergang" nach draußen, wieder in das Bett legen und Kraft tanken konnten.

"Ausgeschlafen" ging es dann also zum Wettkampf. Bei angenehmen spätsommerlichen Luft- und Wassertemperaturen fiel 12 Uhr der Startschuss für die Herren. So konnten die Frauen das Rennen gut analysieren und sich auf ihr Rennen um 13:15 Uhr vorbereiten.

Wie es Christian (und den anderen Jungs) in Ihrem Rennen erging, berichtet euch Christian direkt aus erster Hand:

Nach einem schwierigen halben Jahr, in dem mir auf Grund einer Bauchmuskelverletzung kein Lauftraining möglich war (Schwimmen auch nur recht eingeschränkt; dafür dann umso mehr Radfahren), konnte ich ab Ende Mai den normalen Trainingsbetrieb endlich wieder aufnehmen. Der Sommer verlief dann doch recht gut. So fühlte ich mich fit und war heiß auf mein nunmehr 3. Rennen in den elitären Kreisen der 2. Bundesliga.

Geschwommen wurde bei gemessenen 19,2°C im Neo. Bei der Brühe war das wohl auch besser so... 😉 Zum Landstart sortierten sich Jonas, Lorenz und ich (als Linksatmer) direkt hinter/neben den Kölnern ganz auf der rechten Seite ein. Wir kamen ganz passabel weg und konnten die Distanz netterweise ohne großes Gerangel oder sonstige Zwischenfälle zügig hinter uns bringen.
Ich kam als 22. mit etwa 30 Sekunden Rückstand auf die Spitze aus dem Wasser und konnte damit endlich mal meinen eigenen Ansprüchen als ehemaliger Schwimmer gerecht werden. Prima!
Nach dem langen Weg zum Rad traf ich dann auch gleich wieder auf Jonas, der in etwa die gleiche Zeit für den Swimpart benötigte. Auch die anderen Jungs machten ihre Sache im Wasser nicht schlecht und kamen 20-45 Sekunden nach uns zu ihren Rennrädern.

Nun ging sie los die wilde Hatz nach guten Radgruppen. Nach ziemlich intensiven ersten 5km fand ich mich in der ersten großen Verfolgergruppe wieder. 5-6 Leute hatten sich wohl nach vorne verabschiedet, wurden aber auf Grund der "Wendeschleifen" nie gesehen. Jonas war leider erstmal nicht in der Gruppe mit dabei und musste in der Folge noch spontan mit einer deutlich ungünstigeren Sitzposition klar kommen, da seine Sattelstange nicht mehr so wollte wie er.  Ärgerlich!
Markus hatte sich inzwischen gemütlich zu uns nach vorne gearbeitet, leistete sich mit mir noch eine brenzlige Situation mit dem Umsensen einer Pylone (zum Glück ging das gut und sturzfrei aus) und verabschiedete sich auch schon wieder mit 2 Begleitern still und heimlich nach vorne. Lukas kam leider etwas zu spät für diese Aktion mit nach vorne, sonst wäre er da sicherlich gerne mitgefahren. Da in der Gruppe dann langsam immer mal wieder Gebummel einsetzte, machten wir uns einen kleinen Spaß daraus, setzten uns ganz nach vorne und verschleppten das Tempo noch etwas weiter, um Markus noch das eine oder andere Sekündchen vor den richtig schnellen Läufern mitzugeben.
Leider kam es zum 2. Wechsel hin wieder so wie es kommen musste: Einige Kontrahenten wurden nochmal kurz hektisch, zogen schnell vorbei und sorgten somit in der Wechselzone für etwas mehr Enge und Stauigkeit als mir lieb war. 😉

Obwohl ein Spezialist noch sein Rad vor mir quer legte, ging es doch recht zügig durch den Wechsel und ich machte mich guter Dinge und nicht so schlecht positioniert auf die Laufstrecke. Das gute Gefühl hielt leider nicht allzu lange an. Zum einen liefen die Jungs um mich herum mit einem Höllentempo an und zum anderen bekam ich sehr schnell Seitenstechen, das mich für ca. 2 Kilometer auf ein Tempo um die 3:50er Pace drosselte. An Gegenwehr war also nicht zu denken und so musste ich betrübt 15-20 Mann an mir vorbeiziehen lassen.
Kurz vor dem Wendepunkt kam mir Markus dann im Infight um Platz 2 sichtlich im Wettkampfmodus befindlich mit ein paar anderen Jungs mit nicht allzuweitem Rückstand entgegen. Toi toi toi! 😉
Bei mir ließ das Seitenstechen nun etwas nach und ich konnte mich langsam aber sicher dann doch mal ordentlich ausbelasten. Nach der Wende konnte ich erfreut festellen, dass sich die anderen roten Einteiler auch ganz gut gehalten haben und mir mit nicht allzu viel Abstand entgegen kamen. Auf dem Weg zum Ziel hin ging mein Tacho netterweise dann sogar noch unter 3:30er Schnitt und ich konnte noch 5-6 Kontrahenten wieder einsammeln. Immerhin!

Markus konnte sich einen starken 3. Platz erkämpfen. Hinzu kommen Platz 36 (ich), 50 (Lukas), 55 (Jonas) und 58 (Lorenz), was den 8. Platz in der Tageswertung sicherte. Gar nicht mal so schlecht!

Und nun wieder Anna:

Die Frauen waren ebenfalls stark unterwegs und kamen mit guten Platzierungen aus dem Matschsee … äh Maschsee. Das Wasser war aufgrund der durchgängigen Maximaltiefe von ca. 1,60m sehr trüb und dem Matsch ziemlich ähnlich. Aber das schreckte uns nicht ab!

Der Radkurs erstreckte sich mit einem tollen Blick auf den Maschsee hin zu einer Wende. Die Runde war zweimal zu fahren und es konnte gut geballert werden, doch leider gelang diesmal kein Zusammenschluss der Radgruppen, auch wenn die Abstände es zugelassen hätten. So konnte Lea in der ersten Radgruppe, Anna in der zweiten Gruppe und Pauline in der nah herangefahrenen dritten Radgruppe aufs Laufen wechseln und dort erneut den Ausblick auf den Maschsee genießen 😀. Auch Nadine hatte eine Radgruppe gefunden und konnte in ihrem Bundesliga-Debüt eine starke Performance zeigen. Die Frauen liefen auf Platz 7 (Pauline), 10 (Lea), 12 (Anna) und 37 (Nadine) ein, was den zweiten Platz in der Tageswertung bedeutete! Hannover 96 war beim ihrem Heimrennen einfach schwer zu knacken.

Nach detaillierten Auswertungen jedes einzelnen Athleten können wir zusammenfassend doch auf ein spannendes und gutes Rennen sowie auf eine tolle Teamleistung zurückschauen, was die Saison auch schon sehr gut zusammenfasst!

Sowohl die Männer als auch die Frauen konnten starke Platzierungen erreichen und sich in der 2. Bundesliga behaupten. Die Männer schließen die Saison 2018 mit einem tollen 7. Platz in der Gesamtwertung ab und bestätigen damit ihre durchgängig konstante Leistung.

Die Frauen reihten sich auf dem zweiten Platz hinter SSF Bonn ein. Aufgrund der Platzziffern hat es trotz Punktgleichstand mit Bonn dann doch "nur" zum Vizetitel gereicht 😉. Da die Bonnerinnen aber bereits mit einem Team in der 1. Bundesliga vertreten sind, liegt das Aufstiegsrecht nun bei uns. Verrückt! Wir sind mehr als glücklich über dieses wahnsinnige Ergebnis und super stolz auf das gesamte Team, denn damit hätten wir zu Beginn der Saison nicht ganz gerechnet 😀.

An dieser Stelle wollen wir uns gern bei allen Athleten, Mitfiebernden, den Sponsoren und dem Verein bedanken!
Wir freuen uns auf die nächste Saison, ob in erster oder zweiter Liga 😉.
DANKE und Gratulation an alle teilnehmenden Teams.

Wir sehen uns in/nach der Off-Season!

 

Sportliche Grüße
Anna (und Christian)

 

Alle Ergebnisse (Einzel, Team und Ligatabelle) sind >>>hier<<< unten rechts zu finden.

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