Triathlonverein Dresden e.V.

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Die Mädels der Dresdner Spitzen unterwegs in Düsseldorf - der Bericht

Am vergangenen Wochenende (23.06.2019) stand wieder ein Rennen der 1. Triathlon-Bundesliga auf dem Plan!

Hierfür haben wir neben Pauline, die bereits im Kraichgau gestartet ist, die drei 1. Bundesliga-Neulinge Lea Devantier, Anna Harbo und mich (Anna Heyder) ins Rennen geschickt! Das heißt Pauline hatte die wichtige Aufgabe durch ihre Erfahrungen im ersten Rennen, die übersteigerte Nervosität und Aufregung im Rahmen zu halten!

Die Wechselzone in Düsseldorf galt als Treffpunkt mit Anna aus Dänemark, welchen wir nach einer knapp 5-stündigen Fahrt endlich erreichten.

Erste Aufgabe: Streckenbesichtigung. Dies erwies sich allerdings schwieriger als gedacht, denn die Radstrecke war sehr schwer zu finden. Als wir nach einer Weile in der komplett falschen Richtung zwischen Bahnschienen umherirrten, haben wir entschieden die Suche der Radstrecke nochmal komplett neu zu beginnen und Pauline und mich durch Lea als Guide zu ersetzen. Dies war eine richtige Entscheidung, denn anschließend waren wir endlich auf der richtigen Fährte. Leider mussten wir uns mit dem stark besuchten Radweg zufriedengeben, da die Straßen noch befahren wurden. Aber egal, denn einen Einblick konnten wir gewinnen und Atmosphäre aufschnappen. Das anschließende Ablaufen der Laufstrecke war dann durch die bereits stehende Absperrung deutlich einfacher. Fazit: Sowohl die Rad- als auch die Laufstrecke waren sehr kurvenreich und windanfällig.

Abschließend testeten wir noch für immerhin 5 Minuten das Wasser und erprobten den Sprung vom Ponton. Außerdem warfen wir einen kurzen Blick auf die „mysteriöse“ Eisentreppe, die es am Sonntag zu erklimmen galt.

 

Mit diesen ersten Eindrücken verabschiedeten wir uns von Annas Eltern und machten uns auf den Weg zur Unterkunft. Abends stärkten wir uns zusammen mit den Jungs der „Weimarer Ingenieure“ mit Pizza oder Pasta (oder auch Pasta auf Pizza). Vor dem Schlafen besprachen wir noch einige wichtige Fakten zum anstehenden Wettkampf. Irgendwie stieg die Aufregung bei uns allen noch nicht so richtig an, was vermutlich an der guten Stimmung und der großen Vorfreude auf den Wettkampf lag.

 

Sonntag stand dann vor dem Frühstück ein kleiner Auftaktlauf an, welcher mit einem kleinen Düsseldorf-Sightseeing verbunden war. Nach dem Frühstück wurden die Tattoos angebracht und die letzten Vorbereitungen zur Abfahrt getroffen, sodass wir 11 Uhr zum Wettkampfort aufbrachen – natürlich nicht ohne unfreiwilligen Umweg aufgrund der unübersichtlichen Verkehrsführung und Streckensperrungen.

So langsam kam dann doch die Aufregung, nachdem wir unsere Räder und Laufschuhe im Wechselgarten positioniert hatten. Kurz danach begann auch schon das Lineup, bei dem wir uns diesmal als 12. Team in der Startreihe aufstellen durften. Ein Blick hoch zum Geländer lies die Aufregung nochmals steigen, denn dort standen unzählig viele Zuschauer!!

 

13 Uhr:  Die Bundesliga Musik ertönte und schon fiel der Startschuss. Aufgefächert sprangen wir in den Rhein, denn jeder hatte eine andere Reaktionszeit. Pauline hatte einen super Start erwischt, währenddessen mein Start zu wünschen übrigließ. Meine Brille füllte sich komplett mit Wasser, sodass ich nach kurzer Zeit entschied sie zu leeren, damit ich überhaupt etwas sehen konnte. Das war leider eine nicht so professionelle Performance für den Livestream, aber nochmal wird mir das wohl nicht passieren 😉

 

 

 

Wir alle kamen dann so langsam in das Schwimmen rein und auch ich fand ein paar Füße, hinter denen ich herschwimmen konnte. Dann plötzlich sah ich Anna, wie sie anhielt und sich umdrehte. Erst dachte ich sie würde auf uns warten und vermutete, dass sie vielleicht davon ausging, dass es ein richtiger ‚Team-Wettkampf‘ wäre und wir alle zusammenbleiben müssten. Später stellte sich raus, dass sie ihren Transponder fast verloren hatte und ihn gerade noch so vom Bein fischen konnte.

Nach deutlich mehr als 750 Schwimmmetern wartete die Eisentreppe am Schwimmausstieg auf uns. Hier galt es Kräfte mobilisieren und versuchen auf dem langen Weg zur Wechselzone ein paar Plätze gut zu machen. Lea nahm die Treppe als erste von uns in Angriff, gefolgt von Anna und später von Pauline und mir.

 

Lea konnte in der zweiten großen Gruppe mitfahren. Anna positionierte sich in der Radgruppe dahinter und Pauline und ich starteten in einer Vierergruppe die Aufholjagd. Wir schafften es in den vier Runden einige Mädels einzusammeln und profitierten von abwechslungsreicher Führungsarbeit in der Gruppe, an der wir uns stark beteiligten. Dies führte zu sehr zufriedenstellenden Radzeiten (Anm. d. Red.: Anna hatte die 11. Radzeit)!

Kurz vor der Wechselzone schlossen wir sogar fast auf die zweite Radgruppe auf, was ein spannendes Laufen prophezeite. Pauline konnte mit einem sehr guten Wechsel im Pulk mitlaufen und nutzte die Chance, um so viele Mädels wie möglich hinter sich zu lassen. Somit lief sie mit der 15. Laufzeit auf den 23. Platz und schaffte den Sprung in die Top 25 - ein geheimes Traumziel!

Ich kam leider nicht sofort in meinen Laufschuh rein, weshalb ich den direkten Anschluss verlor und mich in den zwei zu laufenden Runden versuchte heranzukämpfen. Mit einem soliden Lauf konnte ich mich im Ziel an 44. Stelle positionieren, womit ich für das erste Rennen auch sehr zufrieden bin.

Auch Anna startete eine Aufholjagd und versuchte alles, um die verloren gegangene Zeit aufgrund des Transponderproblems aufzuholen. Sie machte ebenfalls einige Plätze gut und kam als 49. ins Ziel.

 

Leider hatte Lea mit starkem Seitenstechen zu kämpfen, weshalb sie nicht das geben konnte, was ihre Beine laufen wollten. Aber dennoch kam ein DNF nicht in Frage und somit lief sie auf Platz 53 ins Ziel.

Eine Top25 und zwei Top50 Platzierungen hören sich nicht schlecht an, doch leider ist die Konkurrenz in der Bundesliga sehr hoch und somit platzierten wir uns in der Teamwertung an letzter Stelle – jedoch nur mit 2 Platzziffern Abstand zum 14. Platz.

Nichtsdestotrotz sind wir immer noch verdammt motiviert und verfolgen immer noch das Ziel des Klassenerhalts und hoffen die anderen Teams weiterhin etwas ärgern zu können.

Wir freuen uns in Tübingen mit Helene, Stine, Jana und mir wieder an den Start zu gehen und sind bereit anzugreifen!!

Es sind noch knapp 3,5 Wochen, in denen wir an einigen Sachen arbeiten können und werden!

 

Anna

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