Triathlonverein Dresden e.V.

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Heiß war es in Grimma!

Wie vorhergesagt war es beim 4. Rennen der 2. Bundesliga, letzten Sonntag (30.06.2019), besonders heiß in Grimma.

Gestartet wurde ca. 11:30 Uhr mit dem Schwimmen in der Mulde - 350 m gegen die Strömung und 400 m stromabwärts (ohne Neo). Im dichten Gerangel ist immer nur schwer zu erahnen, wo man liegt, sodass die Auflösung erst nach dem Schwimmausstieg erfolgt. Unsere dänische Nachwuchshoffnung Andreas Rumin Kjaer stieg als erster Dresdner aus dem Wasser, kurz dahinter Lukas, Marvin und Christian. Björn hatte bereits eine kleine Lücke auf das Hauptfeld.

Vorne war, wie so oft, eine kleine Gruppe (7-8 Mann) aus deutlich überlegenen Schwimmern weg. Dahinter waren alle dicht gedrängt. Lukas und Marvin konnten schnell auf die Gruppe um Andreas auffahren und fanden sich somit deutlich in der vorderen Hälfte des Feldes wieder. Christian saß in einer größeren Gruppe dahinter. Björn fand sich zunächst nur mit einem anderen Leidensgenossen hinter den größeren Gruppen wieder. Die Gruppe um Lukas und Marvin war leider schon etwas zu groß, sodass die meisten die in derer saßen, bereits frühzeitig die Beine hochnahmen und nur im Windschatten mitrollten. Lukas versuchte zwar einige Male die Gruppe zu teilen, jedoch leider ohne Erfolg. So schaffte es auch die Gruppe um Christian aufzuschließen. Obwohl das Tempo im „Hauptfeld“ eher gering war, fielen erstaunlicherweise doch einige der Konkurrenten zurück. So konnte auch Björn - quasi im Soloritt - noch ein paar Athleten einsammeln.

Die Temperaturen wurden dann beim Laufen so richtig spürbar. Gerade durch die Gartendusche gerannt oder an der Verpflegungsstelle mit etlichen Bechern Wasser überkippt, war man einige Meter weiter schon wieder trocken. Marvin war durch einen schnellen Wechsel und ein hohes Anfangstempo gleich vorn bei den Verfolgern dabei und versuchte das Tempo bis zum Schluss zu halten - Platz 24 und erster Dresdner im Ziel. Andreas, Lukas und Christian waren im Teammodus und absolvierten die Laufstrecke nahezu gemeinsam – die Plätze 42, 43 und 46. Björn konnte sich mit einer guten Laufzeit noch einige Plätze nach vorne schieben und folgte kurz dahinter auf Platz 50.

 

 

 

Banges Warten auf die Ergebnisse – hat es für die Top10 gereicht? Punktlandung! Platz 10 zusammen mit den Teams aus Rostock und Witten. Eine Einzelplatzziffer mehr und es wäre nur der 12. Platz gewesen. Andererseits nur 4 Plätze auf Platz 9 und 10 Plätze auf Platz 8. In diesem Fall sind wir aber sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Unsere Hoffnung auf eine Top-Platzierung, Andreas, hatte mit den Temperaturen mehr zu kämpfen, als er dachte. Somit fehlte uns leider ein Ergebnis in den Top20, was uns auf Platz 7 gebracht hätte. Hätte, wäre, wenn und aber, der 10. Platz steht am Ende. Unsere zwei Debütanten Christian und Björn haben gute Leistungen gezeigt. Bei anderen Rennen wird es für Björn noch wichtiger beim Schwimmen weiter vorn zu sein und damit den Sprung in eine Radgruppe zu schaffen. Christian sollte mit seiner Schwimmstärke gezeigt haben, dass er nach dem Schwimmen den Sprung ans Hauptfeld schafft. Das ist und bleibt das entscheidende Kriterium in der 2. Liga.

Was heißt das nun für die Gesamttabelle? Weiterhin Platz 7! Konstanz ist hier das Stichwort. Mit stetigen Platzierungen in den Top10 ist auch in der Gesamttabelle eine Top-Platzierung möglich. Die meisten Teams schaffen es nicht bei jedem Wettkampf in Bestbesetzung an den Start zu gehen und somit Platzierungen ganz vorn zu erreichen. Dadurch ist auch in der Tabelle das Mittelfeld sehr eng zusammen - zwei Teams sind nur eine Platzziffer hinter uns. Dort wollen wir sie auch halten. So heißt es beim letzten Rennen der 2. Bundesliga in zwei Wochen in Verl wieder um jeden Platz kämpfen und bestenfalls den Tabellenplatz halten.

Hier noch die Ergebnisse:

 

Die Stimmen zum Sonntag:

Andreas Rumin Kjaer:
„The Bundesliga in Grimma was a race where I could not take a good result from the race, however I learned a lot, especially from the heat since the temperature on race day was around 38 degrees. On race day I felt alright up to the race, but when the start sounded, I could feel that it was not an optimal day. My swim was still alright a bit further back than normal, but it did not make a difference since I still ended up in the group, I did last time on the bike. On the bike I could feel the heat, however me and my teammate Lukas Seifert still tried to breakaway from the pack, sadly we did not breakaway and we just ended up wasting energy, still good learning though. On the run there was nothing left in the tank and it was just about survival. Now I am just looking forward to the next Bundesliga Race!”

 

Lukas Seifert:
„Was ist brutaler? 13°C und Dauerpiss wie vor einer Woche bei Teammate Markus oder 40°C und Sonne? Die aufgrund der Temperaturen angenehmste Disziplin an diesem Tag fand gleich zu Beginn des Wettkampfes statt. Dabei war aber einzig die Temperatur des kühlen Nasses cool. 😉 Nach einem Schwimmen mit einigen Schlägen, Tritten und auch Zügen auf der Stelle bzw. ohne Raumgewinn konnte ich in der Mitte des Teilnehmerfeldes aus dem Wasser steigen. Mit einem schnellen Wechsel ging es aufs Rad. Ich befand mich zu diesem Zeitpunkt kurz hinter der dritten Radgruppe. Nach 4 Kilometern gelang mir zusammen mit anderen Athleten der Anschluss zur vor uns fahrenden Radgruppe, die mittlerweile aus ca. 25 Leuten bestand und bis zum Ende des Radfahrens noch anwachsen sollte. Da grundsätzlich eine Positionierung im vorderen Drittel einer Gruppe sehr viel Aktionsraum und auch Kraftsparpotential bietet, versuchte ich mich gleich an die Spitze zu schieben. Schon in der ersten Runde gelang es mir (eigentlich ungewollt) eine Lücke von einigen Sekunden zu reißen. Also blieb ich einfach auf dem Gaspedal und versuchte meinen indirekten Heimvorteil durch unzählige Trainingsfahrten im Muldental auszuspielen. Nach 5min war der Ausreißversuch leider schon vorbei, da hinten kurzzeitig Einigkeit herrschte, die im gesamten späteren Rennen nie zu spüren war... Nach kurzer Absprache mit Andreas versuchten wir unser Glück eine Runde später, an gleicher Stelle, noch einmal. Leider wurde auch dieses Unterfangen sehr schnell im Keim erstickt. Damit hieß es sich so langsam auf den Lauf vorzubereiten. Den Abstand zu den beiden Gruppen mit insgesamt 10 Leuten konnten wir aufgrund des nicht gleichmäßig hohen Tempos nur etwas verringern. Als Fünfter der Hauptgruppe ging es für mich vom Rad. Sofort schlug uns die Hitze von 38°C in den engen Gassen von Grimma ins Gesicht. Nach einer Runde purem Kampf konnte ich mich aber etwas herunterkühlen. Mit dem Gefühl eines Teamrennens, Schulter an Schulter mit Christian und Andreas, konnte ich schließlich mein Ergebnis vom letzten Jahr einstellen. Insgesamt können wir denke ich zufrieden sein. Das Gesamte Team in den Top 50, auf diese Leistung können wir aufbauen... und in dieser Liga sind 30s schneller laufen mal eben auch 20 Plätze weiter vorn! Nebenbei hatte ich vor allem auf dem Rad sehr viel Spaß. Deshalb vielen Dank für ein super Rennen und eine tolle Saison! Es war mir eine Freude Teil der Mannschaft zu sein, umso mehr drücke ich jetzt den Jungs für das letzte Rennen in Verl die Daumen! 🚀”

 

Christian Jentzsch:
„Der Wetterbericht kündigte für Sonntag eine Hitzeschlacht an. Bei Temperaturen um 35°C ging es in die mit knapp 24°C angenehme Mulde. Leider konnte ich mich beim Schwimmen nicht so richtig durchsetzen und so schwamm ein großer Pulk vor mir. Allerdings war ich dennoch in guter Gesellschaft und es kam an der Wendeboje zu einem kurzen Überlebenskampf. Diesen überstanden, ging es nach dem ersten Wechsel, zum Glück mit anderen Athleten, zur Aufholjagd auf die große Radgruppe. Nach etwa 5km konnten wir aufschließen. Dort fand ich dann auch drei meiner Teamkameraden vor und Erinnerungen an das Teamrennen in Gütersloh kamen hoch...doch diesmal kam ich ohne Probleme in der Radgruppe mit. Die Hitze spürte man auf dem Rad noch nicht so sehr, umso heftiger dann aber beim Lauf. Aus den letzten Wochen vom Lauftraining in der Sonne bei über 30°C wusste ich, dass ich selbst ohne Vorbelastung schnell schwere Beine bekomme. Es stellt sich die berechtigte Frage was man denn anziehen soll, wenn schon bei 10°C kurz-kurz getragen wird!? Bei innovativen Ideen bitte an mich wenden. Im Wettkampf war ich glücklicherweise so fokussiert, dass ich mir darüber keine Gedanken machte. Ich versuchte alles aus mir herauszuholen, viel schneller als das was ich gelaufen bin ging es nicht, auch wenn die Laufzeit vielleicht nicht danach aussieht. ;) Das Ligarennen wird mir aber auf jeden Fall in guter Erinnerung bleiben! Jetzt gilt es den letzten Feinschliff zu machen, um dann mit unserem Team das letzte Rennen in Verl erfolgreich zu absolvieren.”

 

Björn Scheibner:
„Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit meinem ersten Rennen in der 2. Bundesliga. Dass das Schwimmen sehr wichtig ist, um auf dem Rad eine gute Gruppe zu erwischen, war im Voraus schon klar. Leider haben 30s beim Schwimmen gefehlt, um Anschluss an die große Gruppe zu finden. Im Nachhinein sehr ärgerlich. Größtenteils alleine die Radstrecke zu bewältigen, war in jedem Fall die richtige Entscheidung. Ich konnte viele Plätze gutmachen, auch wenn das ein ordentlicher Kraftakt war. Das Laufen ging trotz Vorbelastung und der Hitze noch recht gut.
Insgesamt hat mir das Rennen echt Spaß gemacht. Ich weiß jetzt ganz genau was in der kommenden Zeit beim Training im Fokus steht und werde wieder in der 2. Liga starten.”

 

Marvin Wetzk:
„Am Dienstag vor dem Wettkampf noch auf dem Rad gestürzt und das Knie in Mitleidenschaft gezogen, war bis zum Wochenende nicht ganz klar, ob ich am Sonntag überhaupt starten könnte. Ohne Lauf- und Radbelastung wurde es aber von Tag zu Tag besser und war am Morgen des Wettkampfes ganz akzeptabel. Wirklich Ersatz hatten wir sowieso nicht.
Dass das Endergebnis für mich persönlich dann doch so gut wird, hätte ich vorher nicht erwartet.
Beim Schwimmen ging es, wie immer, ordentlich zu Sache. Beim Start hielt ich mich so gut wie möglich aus dem Kräftemessen raus und wartete auf die Lücken. Außerdem starteten wir als Team nebeneinander, was im Nachhinein eher sinnlos ist. Ich will ja nicht meine eigenen Teamkollegen beim Schwimmen behindern. Noch im Wasser sah es so aus, als ob doch sehr viele Athleten vor mir waren, was sich jedoch nach dem Schwimmausstieg als Irrtum herausstellte. Direkt vor mir sah ich Lukas im Wechselgarten, den ich auf dem Rad unbedingt noch erwischen wollte. Zusammen mit ein paar anderen Sportlern fuhren wir auf die Gruppe davor auf. Somit waren wir, zusammen mit Andreas, in der großen Verfolgergruppe. Danach wollte jedoch keiner mehr wirklich fahren, sodass Lukas' Tempoverschärfungen erfolglos blieben und die Gruppe um Christian auch noch auf uns auffuhr. Damit war klar, dass es auf das Laufen ankommt. Ich versuchte so weit vorne, wie möglich in die Wechselzone zu fahren und schnell auf die Laufstrecke zu kommen. Das gelang auch sehr gut. Dort schlug die Hitze dann richtig ein. Gefühlt wurde ich von Runde zu Runde langsamer und konnte auch leider meinen Freund Meyer nicht halten, der noch bis auf Platz 13 nach vorne lief. Das wäre natürlich eine Traumplatzierung gewesen, aber auch mit dem 24. Platz kann ich zufrieden sein.“

Euer Bundesligateam!

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